Machen Teilnehmerverzeichnisse - Gelbe Seiten, Das Telefonbuch, Das Örtliche - wirklich noch Sinn?
Machen Teilnehmerverzeichnisse- Gelbe Seiten, Das Telefonbuch, Das Örtliche -wirklich noch Sinn?  

UDL und ein interessanter Artikel vom VDAV

Seit Monaten jammert der VDAV für die Beibehaltung der Teilnehmerverzeichnisse als Universaldienstleistung und damit gegen einen zu begrüßenden Anstoß der EU an unsere Politiker.

 

Eine Sicht dazu:

 

Universaldienstleistungen – Warum kämpfen Verlage dafür?

(Telekommunikationsgesetz § 78 TKG Siehe unten!)

Vorweg, das Telekommunikationsgesetz meint mit UDL § 78 TKG (3)

„… mindestens eines …gedruckten öffentlichen Teilnehmerverzeichnisses“

 

! nicht 4 sich inhaltlich überschneidende Verzeichnisse!

 

Da sich die Verlage unterscheiden hinsichtlich der Verzeichnisse,

stellt sich die Frage, für wen sich letztendlich der VDAV einsetzen wird

(Das Örtliche, Gelbe Seiten, Das Telefonbuch).

 

Nach §_81 TKG „Auferlegung von Universaldienstverpflichtungen“ hat die Bundesnetzagentur einzuschätzen, ob eine UDL angemessen erbracht ist oder eine Versorgung überhaupt notwendig ist (gedruckten Teilnehmerverzeichnisses).

 

!Lt. EU seit 2018 und dem „… allgemeinen Bedarf der Universaldienstleistungen … hinsichtlich der Bedürfnisse der Endnutzer (§ 78 TKG), der Vollständigkeit der Einträge und dem Aspekt der Nachhaltigkeit wohl nicht mehr.

Man sei gespannt auf die Entscheidung unserer Ministerien!

 

Achtung Verlage – Eigentor-Gefahr?

UDL ist eine Verpflichtung zur Erbringung von Leistungen

Auszug aus „[vdav] plädiert für die Beibehaltung der Teilnehmerverzeichnisse als Universaldienstleistung, 13-02-2020 von Petra Falkowski“ *1)

„… entstandenen quantitativen Verlust von Eintragungen rund 30% ihrer für die Finanzierung der Angebote notwendigen Werbeumsätze eingebüßt.

Dies könnte kurz- und mittelfristig tatsächlich dazu führen, dass in Gebieten mit sehr geringem Umsatz mit der Einstellung verschiedener Angebote zu rechnen sein könnte. …“

 

!UDL nur da, wo der Profit stimmt ohne unternehmerisches Risiko,

Alternative: Ausgleich mit profitablen Verzeichnisse?

 

Oder geht es darum: § 82 TKG „Ausgleich für Universaldienstleistungen

(1) Wird ein Unternehmen nach § 81 Abs.3 verpflichtet, eine Universaldienstleistung zu erbringen, gewährt die Bundesnetzagentur den im Ausschreibungsverfahren anerkannten finanziellen Ausgleich für die Erbringung der Universaldienstleistung. …“

 

VDAV spielt auf Zeit, die wir im Klimaschutz nicht haben!

Quelle: *1)

„…Teilnehmerverzeichnisse … und schlagen vor, sie vorerst noch als UDL beizubehalten und die Gesamtsituation nach einem Zeitraum von drei oder vier Jahren einer erneuten Überprüfung zu unterziehen.

 

!… weiter 3 bis 4 Jahre die Verschwendung durch 4 Print-Verzeichnisse dulden ….

 

ACHTUNG!!! Beitrag zur Nachhaltigkeit – Print durch Print ersetzen!

Quelle: *1)

„… Nicht zuletzt aus Gründen der Nachhaltigkeit möchten wir allerdings zudem vorschlagen, von der generellen Verpflichtung zur Vorhaltung eines gedruckten Verzeichnisses abzurücken und stattdessen in § 78 Abs. 2 Ziff. 3 eine alternative Absicherung durch ein gedrucktes oder digitales öffentliches Teilnehmerverzeichnis vorzusehen. …“

 

!Ohne Kommentar!

(§ 78 Abs. 2 Ziff. 3

die Verfügbarkeit mindestens eines von der Bundesnetzagentur gebilligten gedruckten öffentlichen Teilnehmerverzeichnisses (§ 104), das dem allgemeinen Bedarf entspricht und regelmäßig mindestens einmal jährlich aktualisiert wird, )

 

Was sagt der VDAV noch – „wir haben alle“!

Quelle: *1)

„… Zudem verfügen die Teilnehmerverzeichnisse über eine Vollständigkeit und bilden damit … ein umfassendes Bild aller in Frage kommenden Anbieter und Kommunikationspartner ab, …“

 

!Wer brauch solche Aussagen, ist das noch glaubwürdig?

*1) Quelle: Artikel des VDAV vom 13.02.2020

https://vdav.de/aktuelles/vdav-plaediert-fuer-die-beibehaltung-der-teilnehmerverzeichnisse-als-universaldienstleistung

 

Was heißt eigentlich „Universaldienstleistung“?

§ 78  TKG

 

„… (1) Universaldienstleistungen sind ein Mindestangebot an Diensten für die Öffentlichkeit, für die eine bestimmte Qualität festgelegt ist und zu denen alle Endnutzer unabhängig von ihrem Wohn- oder Geschäftsort zu einem erschwinglichen Preis Zugang haben müssen und deren Erbringung für die Öffentlichkeit als Grundversorgung unabdingbar geworden ist.

3. die Verfügbarkeit mindestens eines von der Bundesnetzagentur gebilligten gedruckten öffentlichen Teilnehmerverzeichnisses (§ 104), das dem allgemeinen Bedarf entspricht und regelmäßig mindestens einmal jährlich aktualisiert wird, …

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